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# Sicher bohren in Mietwohnungen: worauf Mieter achten müssen

Ein Regal an der Wand, ein Bild oder eine Lampe – irgendwann kommt fast jeder Mieter an den Punkt, an dem ein Loch in die Wand muss. Bevor der Bohrer angesetzt wird, lohnt sich eine kurze Bestandsaufnahme. Denn in Mietwohnungen ist nicht nur die Bausubstanz geschützt, sondern auch die Installation, die dahinter verläuft. Wer unüberlegt bohrt, riskiert Schäden an Leitungen, hohe Reparaturkosten und im schlimmsten Fall einen Wasserschaden oder einen Stromschlag.

Der wichtigste Schritt ist die Frage, wo genau gebohrt werden darf. Grundsätzlich gilt: In Wänden verlaufen Strom-, Wasser- und manchmal auch Gasleitungen, und diese sind nicht immer dort, wo man sie vermutet. Besonders in Altbauten wurden Leitungen oft nachträglich verlegt, teilweise diagonal oder in ungewöhnlichen Höhen. Wer sich unsicher ist, sollte vor dem ersten Loch einen Blick in die Unterlagen werfen oder sich mit praktischen Hinweisen dazu, [wo Strom- und Wasserleitungen verlaufen](https://schellenberg-wuerzburg.de/bohren-neben-leitungen-wo-strom-und-wasser-in-der-wand-laufen/), vertraut machen. Solche Informationen helfen, typische Gefahrenzonen zu erkennen und den Bohrer gezielt anzusetzen, statt blind durch die Wand zu gehen.

Neben der Leitungssuche spielt auch die Wahl des Werkzeugs eine Rolle. Ein normaler Steinbohrer reicht für Beton oder Mauerwerk oft nicht aus, während ein zu aggressiver Bohrer den Putz unnötig beschädigt. Für Fliesen gibt es spezielle Bohrer, die ein Abplatzen der Oberfläche verhindern. Ebenso wichtig ist die Tiefe: Viele Dübel brauchen nur wenige Zentimeter, ein tieferes Loch erhöht das Risiko, eine Leitung zu treffen. Wer unsicher ist, kann mit einem dünnen Bohrer zunächst eine Testbohrung machen und erst dann auf den endgültigen Durchmesser wechseln.

Rechtlich ist das Bohren in Mietwohnungen meist erlaubt, solange es sich um übliche Dübel und geringe Eingriffe handelt. Größere Umbauten oder das Verlegen neuer Leitungen sollten dagegen mit dem Vermieter abgesprochen werden. Nach dem Auszug müssen Bohrlöcher fachgerecht verschlossen werden. Wer diese Punkte beachtet, kann sein Zuhause gestalten, ohne die Substanz zu gefährden oder Ärger mit der Hausverwaltung zu bekommen.


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